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Liebe alle
Dies ist nicht nur die 39. Ausgabe unseres Newsletters, sondern auch die letzte Ausgabe vor den Weihnachtstagen, bzw. in diesem Jahr. Und ich habe keine Ahnung, was für euch «Weihnachten» bedeutet und wie ihr Jahr für Jahr mit «Weihnachten» umgeht.
Für mich bedeuten diese Tage vor allem eins: Mich an längst vergangene Zeiten zu erinnern, an die Weihnachten, als ich als kleiner Knirps es kaum erwarten konnte, die Geschenke auszupacken. Davor aber mussten ich und meine Schwester noch geduldig warten, warten bis endlich die Kerzen am Tannenbaum runtergebrannt waren und dabei mussten wir auch geduldig der Musik lauschen, die Vater mit unserem Plattenspieler abspielte. Schön war aber auch, gemeinsam mit den Eltern und den Grosseltern am reich bedeckten Tisch zu sitzen und das besonders leckere und reichhaltige Essen zu geniessen.
Und jetzt im Alter von über 60 versuche ich dem «Weihnachtszauber» möglichst aus dem Weg zu gehen und mich nicht von der gehetzten Stimmung anstecken zu lassen. Warum lassen wir uns ausgerechnet im Dezember derart stressen? Und warum sollte ich ausgerechnet am 25. Dezember ein Bäumchen aus dem Wald in die warme Stube stellen, um ihm – reichlich herausgeputzt zwar – zuzuschauen wie es dürrer und dürrer wird, um es anschliessend achtlos wegzuschmeissen? Warum sollte ich im Dezember den Topf der Heilsarmee «am Kochen halten»? Ich kann doch auch im Hochsommer für eine gute Sache spenden. Und Kerzen anzünden ist doch das ganze Jahr über romantisch ... |