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Liebe alle
Letzte Woche haben alle Vorstandsmitglieder unseres Vereins eine Nachricht mit dem folgenden Inhalt erhalten:
Guten Tag. Hast du eine Minute Zeit? Du musst eine Aufgabe für mich erledigen. Ich kann nicht telefonieren, ich habe viele Besprechungen, also schreibe einfach hier zurück. Mit freundlichen Grüssen, DANIEL FREY Co-Präsidium.
Pflichtbewusst hat eines der Vorstandsmitglieder direkt auf das Mail geantwortet und schrieb:
Ja, um was geht es?
Prompt kam die Antwort zurück:
Du brauchst ein paar Geschenkkarten für mich. Ich möchte jemanden ein Geschenk schicken. Gib mir Bescheid, ob du sie sofort besorgen kannst, damit ich dir sagen kann, welches Produkt du kaufen musst, und wie du die Rückerstattung erhalten möchtest. Danke. DANIEL FREY Co-Präsidium.
Das Vorstandsmitglied schickt daraufhin folgende Antwort:
Ja kann ich, ich bin gegen 18h in der Stadt und kann sie kaufen und für die Lesung dir bringen. Was genau soll ich kaufen?
Prompte Antwort:
Ich benötige 5 Paysafe-Geschenkarten im Wert von je 150CHF, also insgesamt 750CHF. Die Karten sind in allen Lebensmittelgeschäften und Kiosken erhältlich. Bitte senden Sie mir nach Kauf Bilder der Codes auf den Geschenkkarten und eine Beschreibung Ihres Rückerstattungswunsches. Danke. DANIEL FREY Co-Präsidium.
Jetzt wurde das Vorstandsmitglied misstrauisch, da wir ja abgemacht hatten, dass wir uns am gleichen Abend an einer Lesung in der Villa Bernau treffen werden – und hat nicht mehr reagiert. Absender der Mails war: danielfrey.queeralternbern at outlook.com. Das Problem: Die Mails waren alle Fake! Auch die Mailadresse gehört nicht mir.
Am letzten Montag habe ich den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige gebracht!
Dieser fiese Betrug – er erinnert an den Enkeltrick – zeigt einmal mehr, dass wir gerade auch im Netz vorsichtig unterwegs sein sollten. Ein paar Tipps:
- Prüfe die Absenderadresse immer genau.
- Klick auf keine Links und öffne keine Dokumente von unbekannten Mailadressen.
- Gib nie irgendwelche Daten, Passwörter, Kreditkartennummern, PINs oder Codes weiter.
- Bleib im Netz immer misstrauisch und lasse dich niemals unter Druck setzen!
Eine der präferierten Methoden für Cyberbetrug ist «Phishing», das «abfischen» von vertraulichen Informationen wie Passwörter, Kartennummern und Bankdaten, in dem sich die Betrüger*innen als vertrauenswürdige Personen oder Institutionen ausgeben.
Bleiben wir misstrauisch Daniel Frey, Co-Präsident |