|
In diesem Jahr geht der Berner Sozialpreis – nebst eben an den Regenbogentreff – an drei weitere Projekte, die für bestimmte Personengruppen einen «Safer Space» bieten. Mit je 7'000 Franken ausgezeichnet werden die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Region Bern (AKiB) für ihren Aufenthaltsraum in der Postgasse sowie das Café Révolution für seine Projekte und den Schutzraum im PROGR für schwarze und schwarzgelesene Frauen. 3'000 Franken erhält «Ds Gäube Bänkli», eine von langjährigen YB-Fans gegründete Anlaufstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt. Und ebenfalls 3'000 Franken erhält der Regenbogentreff.
Das Erleben von Gemeinschaft und Solidarität ist fundamental für ein sicheres Leben und die soziale Teilhabe. Dies ist jedoch für viele Menschen, welche mit Ausgrenzung oder Gewalt konfrontiert sind, auch in der Stadt Bern keine alltägliche Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger sind sichere Räume, «Safer Spaces», welche einen geschützten Rahmen bieten, um sich angstfrei begegnen, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig stärken zu können. In der Stadt Bern werden zahlreiche «Safer Spaces» von Freiwilligen organisiert.
«Diese sicheren Räume sollen in erster Linie Schutz bieten und die Auseinandersetzung mit allfälligen Diskriminierungserfahrungen sowie Empowerment ermöglichen. Die Freiwilligen bieten ihren Zielgruppen in den vier heute ausgezeichneten Projekten einen solchen Raum, was für viele Berner*innen lebenswichtig ist», sagte Gemeinderätin Ursina Anderegg anlässlich der Preisverleihung in der Aula der Volksschule Wankdorf. «Ich möchte allen Menschen, die sich in Bern freiwillig engagieren, herzlich danken. Dieses Engagement ist unbezahlbar. Alle Freiwilligen sollen sich von der Verleihung des Sozialpreises geschätzt fühlen.»
Herzlichst Daniel Frey, Co-Präsident |