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Liebe alle
Auch in diesem Jahr hat die ILGA rechtzeitig zum IDAHOBIT, dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit ihre aktuelle Rainbow Map veröffentlicht.
Der IDAHOBIT findet jährlich am 17. Mai statt und erinnert daran, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an diesem Tag im Jahr 1990 Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten strich. Und die Rainbow Map erscheint seit 2009 jährlich und bewertet in 49 europäischen Ländern anhand der jeweiligen rechtlichen und politischen Situation von 0 bis 100 Prozent.
An der Spitze der Rangliste steht neu Spanien mit einem Score von 89 Prozent, gefolgt vom bisherigen Spitzenreiter Malta mit 88 Prozent und Island mit 86 Prozent. Und am anderen Ende der Skala stehen die drei Länder Türkei mit 5 Prozent und Aserbaidschan und die Türkei mit jeweils 2 Prozent.
Und die Schweiz? Wir stagnieren mit 50 Prozent auf Platz 20. Im Vergleich zum letzten Jahr verloren wir zwei Plätze, weil Montenegro (53 Prozent) und Kroatien (51 Prozent) unser Land überholt hat und wir seit 2023 keine relevanten Fortschritte gemacht haben. Der Durchschnitt der EU-Länder liegt bei 52 Prozent, da sind wir also mit unseren 50 Prozent darunter. Ob es ein Trostpflaster ist, wenn wir wenigstens beim gesamteuropäischen Durchschnitt (43 Prozent) darüber liegen?
Spannend der Blick auf den jeweiligen Score unserer Nachbarländer: Deutschland: 70 Prozent, Österreich: 55 Prozent, Liechtenstein: 31 Prozent, Italien: 24 Prozent und Frankreich: 60 Prozent.
Katrin Hugendubel, stellvertretende Direktorin von ILGA-Europe, kommentiert die neusten Zahlen: «Die Rainbow Map 2026 erzählt zwei Geschichten gleichzeitig: Eine von echtem Mut in Gerichtssälen und bei Regierungen, die sich entschieden haben, zu ihren Communities zu stehen. Und eine von wachsender Gefahr, die nicht unterschätzt werden darf. Die Frage, die sich jede europäische Regierung stellen muss, ist: Welche Geschichte will sie mitschreiben?»
Gute Zeit wünscht Daniel Frey |