Das Outing eines polnischen Nationalhelden!

Montag, 13. Oktober 2026, 19 Uhr
QueerBooks, Herrengasse 30, Bern
Liebesbekenntnisse an Männer, (un)veröffentlichte Archivalien und eine unendliche Forschungsgeschichte: Moritz Weber nimmt die heteronormative Chopinologie in den Blick und zeigt, wie homosexuelle Aspekte in der Chopin-Biografie seit jeher verdrängt wurde. Die simple Frage, ob Chopin «schwul» war, greift zu kurz, denn spannender ist, was die intensiven Männerbeziehungen mit seinem Leben, seiner Kunst und seiner Nachwirkung machten. Weber outet den polnischen Nationalhelden, demontiert das Pathos, das sich um ihn gelegt hat, und bringt dabei die menschlichen, mitunter amüsanten Züge eines Genies zum Vorschein. Im Zentrum steht nicht Chopins Homestory, sondern ein illustres Netzwerk aus Freunden, Künstlern, Liebhabern – und eine kulturelle Epoche, in der Kunst, Begehren, Freundschaft und gesellschaftliche Rollen eng miteinander verflochten waren.
Michael Schläfli wir mit Moritz Weber über sein Werk sprechen.
Eintritt: Richtpreis CHF 12.–
Rollstuhlgängig (Toilette leider nicht)
Anmeldung empfohlen, da beschränkte Platzzahl: info@queerbooks.ch
→ weitere Infos zur Veranstaltung bei QueerBooks

