30 Jahre Queersicht: 5. bis 11. November 2026

Das älteste queere Filmfestival der Schweiz feiert Jubiläum vom 5. bis 11. November 2026
Queersicht bringt auch in diesem Jahre wieder queeres Filmschaffen in sechs Berner Kinos (CineABC, Kino REX, Kellerkino, Lichtspiel, Cinématte, Kino in der Reitschule).
Bei der Durchsicht alter Editorials stellte das OK-Team fest, wie viele heute diskutierte Narrative das Festival seit Beginn begleiten und immer wieder aufkommen: 1998 ging es um Klischees, 2006 um Quotengays im Mainstream, 2015 um Grenzen und Toleranz. Und jedes Jahr wurde die Existenzberechtigung eines queeren Filmfestivals, nicht zuletzt auch von den Medien, infrage gestellt. Doch queere Räume braucht es und zum Jubiläum entstand eine kurze Doku über 30 Jahre Queersicht, die am Eröffnungsabend auf grosser Leinwand und danach im Queerfeministischen Raum der Reitschule auf Tablets gezeigt wird.
Programm
Das Festival zeigt Filme der letzten Jahren wie auch aus den 90ern, aus Bern sowie aus ländlichen Regionen Japans, aus dem Iran und Frankreich. Von komplexen weiblichen Figuren über 50 bis zu animierten Klischeewelten. Ein besonderer Fokus liegt dieses Jahr auf dekolonialen Perspektiven. Zudem gibt es einen Rückblick auf zwei prägende queere Berner Kurzfilme sowie einen Pornoblock. Zum Jubiläum bietet Queersicht so viele Vorstellungen wie nie zuvor.
Reitschule als Jubiläums-Hochburg
Als Hommage an die Gründung wird die Reitschule – das ehemalige Hauptquartier – zur Queersicht-Hochburg: mit Party im Dachstock, dem queerfeministischen Raum als Wochenend-Treff mit Brunch, dem Rosa-Brille-Best-of und vielen Filmen im Reitschulkino. Am Wochenende verwandelt sich der queerfeministe Raum zudem in ein Museum mit Archivmaterial; das historische Stöckelschuhwerfen von 1997 lebt als Büchsenwerfen neu auf. Auch die Podiumsdiskussionen zu aktuellen queeren und intersektionalen Themen sind zurück.
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