Ein Zuhause, in dem ich ganz ich selbst sein darf?

Das Magazin «impuls» des Departements Soziale Arbeit der Berner Fachhochschule BFH befasst sich dreimal jährlich über Forschungsresultate, interessante Partner*innen, aussergewöhnliche Lehrangebote oder Projekte. Die soeben erschienene Ausgabe 3/2026 befasst sich mit Erkenntnissen aus unserem Pilotprojekt «queer key».
Wie sichtbar ist Vielfalt in der stationären Langzeitpflege? Wie offen geht diese mit queeren Personen um, und wo bestehen noch Tabus? Wir haben Bewohnende und Mitarbeitende in vier Schweizer Pflegeheimen dazu befragt. Die Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild.
Fazit: Ein Projekt mit Handlungsbedarf
Die bisherigen Ergebnisse des Projekts «queer key» verdeutlichen, dass die queersensible Pflege und Betreuung in Schweizer Altersheimen noch am Anfang steht. Der Respekt im täglichen Umgang ist zwar weitgehend vorhanden, doch Sichtbarkeit, Wissen und eine strukturelle Verankerung von Vielfalt fehlen in den meisten Einrichtungen. Die Forschenden kommen zu einem klaren Fazit: Es besteht ein grosser Bedarf an Sensibilisierung und an der Sichtbarkeitsmachung von Vielfalt. Damit alle Bewohnenden, unabhängig von ihren sexuellen Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten, ihr Altersheim so empfinden, wie es sein sollte: als ein Zuhause, in dem ich ganz ich selbst sein darf.

