Was wir nun wissen über unsere Vorstellungen zum queeren Wohnen

«Welche Zukunft für das Wohnen im queeren Alter schwebt Ihnen vor?» – Unter dieser Frage startete queerAltern Bern mit Unterstützung der Berner Fachhochschule im November 2025 eine Umfrage. Sie soll der noch in den Anfängen steckenden AG Wohnen die Richtung weisen, was sie in Sachen Wohnen für queere alte oder auch jüngere Menschen tun soll.
Im Januar/Februar 2026 konnten nun 122 online ausgefüllten Fragebögen ausgewertet werden. Neben 76 qABE-Member – immerhin 40 Prozent aller Member, ihnen sei hier herzlich gedankt! – haben sich 42 weitere Interessierte an der Umfrage beteiligt – auch ihnen herzlichen Dank! Die jüngste Person, die geantwortet hat, ist weniger als 30, die älteste mehr als 80 Jahre alt. Die allermeisten sind zwischen 60- und 70-jährig.
Hier ein paar der spannenden Ergebnisse:
Wohnen in einem queeren Umfeld ist den meisten der Antwortenden ein grosses Bedürfnis. Für die nicht-binären Menschen ist das noch wichtiger als für die lesbischen oder schwulen Menschen. Das lässt sich nicht nur aus den Antworten selbst ableiten, sondern auch daraus, dass deren Anteil an den Antwortenden mit 10 Prozent vergleichsweise hoch ist (in der Gesamtbevölkerung wird der Anteil der Menschen, die sich weder als Frau noch als Mann identifizieren, auf 5 Prozent geschätzt). Die andern 90 Prozent der Antwortenden ordnen sich ziemlich genau hälftig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zu.
Queeres Wohnen soll aber nicht in einer exklusiven Blase stattfinden; die meisten wünschen Durchmischung sowohl in Bezug auf das Alter, in Bezug auf Queer/Nicht-Queer und auch in Bezug auf das Geschlecht.
Fast 50 Personen haben angekreuzt, sie würden bei der Entwicklung eines konkreten Projekts mitmachen, 40 Personen – es sind dies zu gleichen Teilen Frauen und Männer – geben an, sie würden allenfalls für ein konkretes Projekt Kapital zur Verfügung stellen; insgesamt würde das über eine Million Franken ausmachen. Das Geld würde fast zu gleichen Teilen von Frauen und von Männern eingebracht.
Wir meinen: Die Ausgangslage für die Weiterarbeit ist eindeutig vielsprechend! Jetzt braucht es nur noch genügend Engagierte, die in der Arbeitsgruppe mitmachen, Arbeitsfelder entwickeln und den Worten Taten folgen lassen.
Marianne Ulmi, AG Wohnen
wohnen@queeralternbern.ch

