Trans Kandidierende für ein faires Gesundheitssystem

Heute veröffentlichten sieben trans Kandidat*innen für den Grossrat der SP, JUSO, Grünen, JA und Alternativen Linken einen offenen Brief zuhanden des Regierungs- und Grossrats des Kanton Berns.
→ Offener Brief «Für ein selbstbestimmtes Gesundheitssystem»
Zwei Tage nachdem der Nationalrat ein Postulat verabschiedete und eine Bestandesaufnahme der Gesundheitsversorgung von trans Kindern und Jugendlichen in der Schweiz beauftrage, fordern Jo Nogueira de Sá (SP), Frédéric Mader (SP), Sofia Fisch (JUSO), Kuba Walczak (JUSO), Tabea Rai (AL), Gilbert Rossier (Grüne) und Enno Rennenkampff (JA) die Politiker*innen des Kanton Berns auf, ebenfalls zu handeln. Sie fordern mit dem Brief ein Gesundheitssystem mit dem Grundsatz der Selbst- statt Fremdbestimmung. In den letzten Jahren haben die Angriffe auf Rechte von trans Personen zugenommen und auch im Kanton gab es unterschiedliche Versuche diese einzuschränken. Für die Kandidat*innen ist dabei klar, pragmatische und realitätsnahe Lösungen werden für Populismus über den Haufen geworfen.
Frédéric Mader, SP Kanton Bern:
«Die politischen Debatten, die aktuell auf dem Rücken von trans Personen ausgetragen werden betreffen uns alle. Es geht, um das Recht über den eigenen Körper zu bestimmen. Verbote nehmen uns dieses Recht weg.»
Tabea Rai, Alternative Linke:
«Der Zugang zu medizinischer Grundversorgung darf kein Luxus sein, denn sich nur Menschen leisten können, die genug auf der Seite liegen haben oder tiefe Franchisen bezahlen können! Selbstbestimmung fängt auch im Portemonnaie an.»
Gilbert Rossier, Grüne Kanton Bern:
«Statt in ihren Sitzungszimmern und Ratssälen über unser Leben zu bestimmen, sollen Politiker*innen mit den Menschen und Organisationen sprechen, die sich tagtäglich für und mit trans Leben auseinandersetzten.»
Der offene Brief wird zudem von den jeweiligen Parteien und einigen queeren Organisationen unterstützt, unter anderem vom Transgender Network Switzerland, der Fachgruppe trans*, queerAltern Bern und der Jungen Alternative.
Gemäss einer Medienmitteilung

