BernPride 2025: «Zäme für Fröid, Widerstand und Liebi»

Das Wetter war nicht gerade bilderbuchhaft. Es «schüttete» zeitweilig kräftig. Besonders als wir unsere Rede hielten.
Der Inhalt der Rede war eher sachlich gehalten. Aber diejenigen die blieben – sich also nicht vom starken Regen abhalten liessen – fanden unsere Rede gut. Und es wurde kräftig applaudiert.
«Es ist wichtig, dass wir queeren Menschen aller Generationen solidarisch untereinander sind. Mir wird als alter weisser schwuler cis Mann nichts weggenommen, wenn ich mich mit Menschen mit den verschiedensten Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen solidarisiere!» (Daniel Frey)
«Der Teamgeist unserer Frauenfussball-Mannschaft hat gezeigt, dass gemeinsam viel erreicht werden kann.
Auch wir von queerAlternBern sind ein Team – wir sind füreinander da!» (Anna Siegenthaler)
Daniel sprach in seinem Teil von Ungeduld: Dass auch wir «alten» queeren Menschen, noch immer ungeduldig sind und das Warten – immer wieder das Warten – satthaben. Mein Teil handelte dann davon, was wir mit unserem Verein bis heute alles erreicht haben. Dass wir queere Menschen einander mehr brauchen, weil wir eine andere Biografie haben. Dass wir füreinander da sein wollen, aber gleichwohl die Unterstützung und Solidarität aller Menschen brauchen.
→ Der vollständige Wortlaut unserer Rede (PDF)

Demonstration und Festival
Kurz nach dem Mittag füllte sich der Waisenhausplatz erst zögerlich. Bis um 14 Uhr, pünktlich zum Start des Umzugs, war er dann rappelvoll. Es gab erste Reden. Danach setzte sich der Umzug in Bewegung. Wir von queerAlternBern sind Teilstücke mit unserem neuen Banner mitmarschiert.

In dieser Zeit war Georges mit weiteren Helfenden bereits damit beschäftigt, den Stand zu gestalten und unsere Flyer auszulegen.
Es war bunt und friedlich, zeitweilig laut. Wichtige Forderungen wurden gestellt. Darunter die Erweiterung der Rassismusstrafnorm auf trans* und intergeschlechtliche Personen, ein dritter Geschlechtseintrag, ein Verbot von Konversionstherapien, eine Verbesserung der rechtlichen Situation von Regenbogenfamilien, ein gleichberechtigter Zugang zur Fortpflanzungsmedizin und mehr sichere Orte für die queere Community.
Anna Siegenthaler, Co-Präsidentin

